Atemlos!

Poppers: was ihr beachten müsst

Kennt ihr Poppers? Das ist eine legele Liebesdroge mit - nun ja - knallharten Folgen. Vor dem Ausprobieren sollte man jedoch ein paar Hintergrundinformationen kennen.
Huch, der ist heute aber hart, Mann!

Die meiste Drogen, von denen es heißt, dass sie euren Sex verbessern, sind verboten. Und das zurecht! Aber nicht alles, das verboten klingt, ist es auch.  Zum Beispiel das blitzschnell wirkende Aufputschmittel Poppers, das erstaunliche Gefühle hervorruft. Dies rührt von der schlagartigen Erweiterung der Blutgefäße und einem vorübergehenden Sauerstoffmangel im Gehirn.   Die Folge: starke Glücksempfindungen und großes Verlangen nach Intimität und Sex, Hemmungen fallen ab und kurzfristig verschwindet die Schmerzempfindlichkeit. Letzteres kann bei gewissen sexuellen Praktiken von Vorteil sein und ist auch der Grund, warum Poppers zuerst in den 80er-Jahren in der Schwulenszene sehr beliebt war. Zur Blütezeit der Techno-Bewegung war Poppers bei jedem Rave der heiße Scheiß. Dann wurde es still um die kleinen Plastikfläschchen. Bis vor wenigen Jahren. Seitdem ist Poppers wieder in.  Poppers sind Durchblutungsturbos, weshalb Männer in der Regel ganz schnell einen eisenharten Schwanz bekommen. Den sollte man allerdings rasch seiner Bestimmung zuführen, denn die Wirkung hält nicht lange an. Der Rausch kommt sofort nach dem Inhalieren und dauert - je nach individuellen körperlichen Voraussetzungen - zwischen 60 Sekunden und 10 Minuten.  Ob beim gepflegten Wochenendfick mit der Holden oder als  zusätzlicher Kick beim Fremdgehen – Poppers können eine spannende Ergänzung des Liebeslebens sein.   Leider lösen Poppers manchmal auch Übelkeit aus und man muss erbrechen.  Poppers werden direkt aus der Flasche inhaliert, gerne auch auf ein Tuch gegeben und von dort eingeatmet. Die Poppers-Flüssigkeit ist leicht entflammbar, weshalb man sie keinesfalls auf brennende Zigaretten träufeln sollte. Auch das Trinken ist nicht ratsam, es droht sogar Lebensgefahr!   Eigentlich wurde die in Poppers enthaltene Substanz Almynitrit zur Behandlung von Angina Pectoris entwickelt. Generell gilt Poppers als ungefährlich, sonst wäre der Gebrauch ja auch nicht legal. Poppers macht nicht süchtig. Auch einen Brummschädel oder Kater am nächsten Morgen erlebt man mit Poppers kaum. Trotzdem muss man die Nachteile kennen, die es gibt. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den kleinen Heißmachern ist sehr zu empfehlen. Wer zum Beispiel Arzneimittel gegen niedrigen Blutdruck einnimmt oder an Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen leidet, sollte auf keinen Fall Poppers konsumieren. Auch von häufigem Gebrauch ist abzuraten. Poppers greift die Schleimhäute an und führt zu Reizungen. Auch das Immunsystem, die Leber und die Nieren können durch Poppers-Dauerkonsum geschädigt werden.  Erhältlich sind Poppers in mehreren Aromen. Das bringt Abwechslung in den Genuss und lädt dazu ein, unter den verschiedenen Sorten die liebste zu ermitteln.