Im Test: Die Kündigungsbedingungen bei be2 verwirren.

Eine letzte Zigarette und dann - auf Nimmerwiedersehen, be2.

Rita Lora kann es kaum erwarten, sich aus den Fängen des Dating-Portals be2 zu befreien. Deshalb befasst sie sich heute mit dem Thema Kündigung.
Eine Zigarette noch, dann ist Schluss, be2.

Dass Autorin Rita Lora einfach nicht mit be2 warm wird, der Dating-Plattform, die eine „Partnersuche nach Persönlichkeit“ anbietet, ist kein Geheimnis. Der Aufbau der Seite ist ihr zu statisch und zu wenig nutzerfreundlich, die beinahe ausschließlichen Standard-Mails der Interessenten nerven, und insgesamt macht es einfach keinen Spaß, hier nach der Liebe des Lebens zu suchen. So Rita. Was liegt also näher, als sich einmal ausführlich mit dem Thema Kündigung zu befassen?

Von Rita Lora

Ei der Daus. Heute morgen hatte ich doch tatsächlich eine echte Mail im Postfach. Kein vorgetextetes und unpersönliches Blabla, sondern eine sympathische Nachricht eines okay aussehenden Berliners, ganz ohne peinliche Rechtschreibfehler. Er sei Friseur und Hobbyboxer, sagt er, spiele gern Gitarre und könne sogar kochen. Wow. Das klingt gut.

Da fällt mir der Abschied von be2 ja fast ein bisschen schwer.

Denn so adrett der gute Mann auch sein mag, er kommt zu spät. Ich habe mich entschlossen, be2 den Rücken zu kehren. Die Suche nach der großen Liebe war hier vor allem eins – für den Arsch.

Also sehe ich nach, wie das mit der Kündigung funktioniert, denn laut User-Einschätzungen, die ich im Netz gefunden habe, braucht man für diesen Schritt angeblich mindestens ein abgeschlossenes Jurastudium. Ich erinnere mich, schließlich habe ich mir gleich zu Beginn meiner Testreihe die be2-Kündigungsmodalitäten und –fristen angesehen. Die Kündigungsfristen zeigte be2 mir übrigens erst an, nachdem ich ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen hatte. Meiner Meinung nach komplett daneben, liebe be2-Macher. Schon mal was von Kundenfreundlichkeit gehört? So las sich die Info dann auf der Seite:

„Damit Sie unseren Service ohne Unterbrechung nutzen können, verlängert sich Ihre Premium-Mitgliedschaft automatisch, wenn Sie nicht fristgerecht kündigen. Die Kündigungsfrist wird beim Kauf des jeweiligen Produkts angezeigt und kann entsprechend variieren.“

Doch stopp, in den AGB fand ich nach langem Suchen schließlich diesen Absatz:

„Die Kündigung des kostenpflichtigen Vertragsverhältnisses (sogenannte ,Premium Mitgliedschaft‘) muss mindestens 14 Kalendertage vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit – oder, sofern beim Kauf des kostenpflichtigen Zugangs eine andere Frist genannt wurde, innerhalb der genannten Frist – erfolgen (siehe auch unten, Absatz 2,Vertragsverlängerung‘).“

Gilt das dann auch für mich und mein Abo? Ich kann mich nicht erinnern, dass man mir bei Vertragsabschluss eine gesonderte Frist genannt hätte. Aber wer weiß, vielleicht stand es ja im Kleingedruckten und ich habe es einfach übersehen? Zuzutrauen wäre es be2.

Eine kostenlose Mitgliedschaft lässt sich übrigens ganz einfach beenden: Einfach den Link „Einstellungen“ anklicken und dann den Button „Profil löschen" wählen. Schwupps. So schnell kann’s gehen.

Nicht so bei kostenpflichtigen Abos. Hier gestaltet sich die Flucht aus dem be2-Universum weitaus komplizierter.

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