Erste Date-Erfahrungen bei be2.

be2: Oh nein, mein Date klingt wie Spongebob!

Rita Lora hat sich mit ihrem be2-Traummann zum Telefon-Date verabredet. Das verläuft leider anders als geplant. Ob sie ihn dennoch treffen wird?
Oh nein. Der Traummann klingt wie ein Zehnjähriger!

Machen wir uns nichts vor – bisher ist die Verbindung zwischen be2, der Partnervermittlung, die vollmundig verspricht, Singles könnten hier unkompliziert die große Liebe finden, und Autorin Rita Lora alles andere als optimal. Zu viele Dinge, die die Böser-Junge-Chef-Nörglerin an der Dating-Seite stören. Zu unpersönlich, zu eingeschränkt, zu wenig Auswahl. Bis „Markur76“ in Ritas Leben tritt.

Von Rita Lora

be2 langweilt mich noch immer. Daran ändert auch die Bekanntschaft mit meinem vermeintlichen Traummann Markur76 nichts. Markur76 (von dem ich euch in der letzten Woche erzählt habe), übrigens tatsächlich eine Kombination aus Markus und Merkur, hat mein Herz im Sturm erobert. Kein Wunder. Er ist der Einzige, der mir in den letzten zwei Wochen geschrieben hat. So richtig, mit eigenen Worten.

Sonst erreichen mich nur unpersönliche Nachrichten wie diese:
„Zgjvjvjbj ist neu bei be2, passt sehr gut zu Ihnen und freut sich bestimmt über erste Grüße.  Also nutzen Sie die Chance und heißen Sie Zgjvjvjbj willkommen!“

Wenn dazu noch das Profilbild verpixelt ist, weil der gute Mann es noch nicht für mich freigegeben hat, oder aber, weil noch gar kein Foto hochgeladen wurde, finde ich das empörend.

Am liebsten würde ich auf solche Anfragen mit einem deutlichen „Sag mal, mein Freund, hast du eigentlich ein Ei am Wandern (liebevoll gemeinte Redewendung aus Ritas Heimat, dem Ruhrgebiet, bedeutet soviel wie „Spinnst du?“)?“ antworten.

Glauben diese Typen etwa, sie könnten eine Frau mit so etwas beeindrucken? Ich muss sagen, auf meinem aktuellen Lieblings-Datingportal Secret wissen die Männer ganz genau, wie sie eine Frau umwerben müssen (alles über Secret findet ihr hier) . Doch zurück zu be2. Warum stehlt ihr mir mit diesen lieblosen Null-Infos meine Zeit? Gebt euch doch mal Mühe, ihr verpixelten und faulen Nichtsnutze. Also ehrlich. Frechheit.

Markur76 hat das Prinzip verstanden. Und so haben sich aus einer anfänglich vorsichtigen Mail-Konversation interessante Gespräche entwickelt. Die wir aber – beide genervt vom einengenden Gummizellen-Charme von be2 – schnellstmöglich bei Facebook weiterführten.

„Lass uns doch mal telefonieren“, bat ich Markur76 eines Abends. Und obwohl er sich anfangs zögerlich gab, willigte er schließlich doch ein.

„Und was ist, wenn du nachher enttäuscht bist?“, fragte er, woraufhin ich ihn am liebsten wie einen besonders flauschigen Mops-Welpen geknuddelt hätte. Unsichere Männer können ja so zuckersüß sein.

„Werd ich schon nicht sein“, versicherte ich ihm. „Ich bin nur so neugierig auf dich.“

Das zog. Samstag Abend waren wir verabredet. Vor Aufregung konnte ich schon Stunden vorher nicht mehr still sitzen.

Ich weiß nicht, ob ich es bereits erwähnt habe, aber Markur76 ist ein heißer Feger. Attraktiv, ein verwegener, tätowierter Ritter mit Dreitagebart und breiten Schultern. Und nicht mal dumm. Im Gegenteil.

Da klingelte das Telefon.

Ohgottohgottohgott.

Tief durchatmen.

... weiter auf Seite 2

Seiten